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Posts Tagged ‘TÜV’

Umbauten besser melden

Mittwoch, August 17th, 2011

Hey werte Auto- und Tuningfans da draußen, heute will ich euch ein bisschen was zur rechtlichen Lage beim Tuning erzählen. Schließlich kann es ja auch bei bestem Fahrverhalten immer mal zu einem unverschuldeten Unfall kommen. Und da wollen wir ja wieder heil, ohne Strafzettel und gut versichert rauskommen, oder?

Klar ist, dass Nachbesserungen, die nicht vom Hersteller selbst angeboten werden – wie in den Sonderausstattungen einzelner Modelle etwa – von offizieller Stelle abgesegnet werden müssen. Egal ob es sich bloß um ein Sonderlenkrad, Leichtmetallfelgen oder Chip-Tuning handelt. Am besten also einfach mit dem Tuning-Plan zum TÜV und sich vor Ort beraten lassen, denn die Mitarbeiter wissen wirklich alles über die StVZO, also die Deutsche Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Und mit der müssen die Umbauten schließlich verträglich sein. Entweder die verwendeten Teile haben bereits eine Allgemeine Betriebserlaubnis in Deutschland oder aber ein Sachverständiger muss sie einzeln abnehmen. Nur so kann sichergestellt werden, dass der getunte Wagen noch straßentauglich ist.

Dass der TÜV informiert werden muss, leuchtet ein. Schließlich handelt es sich bei getunten Wagen eher um ein komplett neues Automobil mit anderen Werten als das Ursprungs-Auto. Viele meiner Kollegen im „Runden Reifen“ wissen aber nicht, dass zumindest gravierende Umbauten auch bei der KFZ Versicherung gemeldet werden sollten.

Es besteht zwar im rechtlichen Sinne keine Meldepflicht wie gegenüber dem TÜV, aber wer die neuen Teile nicht meldet, kann ein böses Nachsehen haben. Wenn etwa das Auto gestohlen wird, haftet die Versicherungen natürlich nicht für die Tuning-Teile, von denen sie nichts weiß. Gerade beim Herumschrauben am Motor sollte man aufpassen, denn unter Umständen bewirkt die vorgenommene Leistungssteigerung, dass die Versicherung einen Teil der Leistung verweigert oder sogar den Versicherungsschutz ganz aufhebt. Also besser direkt Umbauten melden. Auch wenn sich durch die höhere Leistung des getunten Wagens die Beiträge meist leicht erhöhen – spätestens im Ernstfall zahlt es sich aus!

Tieferlegen leicht gemacht

Samstag, August 6th, 2011

Es gibt meiner Erfahrung nach viele Leute, die zwar auf der einen Seite gerne etwas an ihrem Wagen nachbessern würden, sich auf der anderen Seite aber davor scheuen. Dafür kann es viele Gründe geben. Viele befürchten hohe Kosten, andere trauen sich den Umbau nicht selbst zu und es fehlt ihnen an handwerklicher Erfahrung. Wieder andere scheuen sich vor dem Gang zum TÜV oder sind überhaupt zu faul, sich einen guten Tuning-Plan zu machen. Deswegen möchte ich heute mit euch einmal rein theoretischer die Tieferlegung eines Wagens durchspielen.

Darunter versteht man ja das Absenken der gesamten Fahrzeugkarosserie, damit sich der Wagen dann schnittiger in die Kurven legt und sich allgemein sportlicher fahren lässt. Insgesamt gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, einen PKW tiefer zu legen.

Die erste ist der Austausch der Federn im Stoßdämpfer. Dafür gibt es direkt spezielle Tieferlegungs-Federn, die den Wagen um 20 bis 40 Millimeter absenken. Der Kostenpunkt liegt zwischen 75 und 200 Euro. Nachteil ist, dass die meisten Stoßdämpfer nicht komplett mit den Tuning-Federn kompatibel sind. So leidet der Fahrkomfort und auf schlechten Straßen wird man ordentlich durchgerüttelt.

Die nächste Möglichkeit ist nicht nur die Federn, sondern auch die Stoßdämpfer auszutauschen und damit das komplette Fahrwerk tieferzulegen. Die neuen Stoßdämpfer sind dann optimal auf die Tuning-Federn eingestellt und der oben angesprochene Verlust des Fahrkomforts kann so verhindert werden. Die Kosten liegen bei 300 bis 500 Euro, dafür kann der Wagen aber auch bis zu 60 Millimeter tiefergelegt werden. Expertentipp: An der Hinterachse besser Stoßdämpfer mit Nutenverstellung wählen, auch wenn diese etwas teurer als herkömmliche Stoßdämpfer sind. So kann sichergestellt werden, dass der Wagen vorne und hinten gleich tief liegt.

Die letzte Möglichkeit ist der Einbau eines Gewindefahrwerks. Hier lässt sich die Höhe des Wagens nach Belieben einstellen. Der Preis liegt zwischen 500 und 1.000 Euro. Außerdem muss meist vor dem Einbau der Kotflügel verlängert werden und danach die Spur nur eingestellt werden, wobei abermals Kosten von bis zu 250 Euro fällig sind.