
Bremsspuren © Georg Preissl - Fotolia.com
Hier schlug das Herz eines jeden Sportwagen-Fans und Freundes von hohen Geschwindigkeiten höher: Sieben Serien-Modelle und acht getunte Autos trafen beim Beschleunigungs- und Bremsentest und dem Hochgeschindigkeitsoval in Papenburg gegen Ende des vergangenen Jahres 2011 an.
Dabei sorgte das Wetter zunächst für Kopfzerbrechen: Denn Regen war vorausgesagt – eine nasse Fahrbahn ist die wohl schlechteste Bedingung, um Bremsen und Beschleunigungsleistung eines Sportwagens zu testen. Zum Glück hatte der Wettergott aber ein Nachsehen und beließ es bei grauen Wolkenungetümen. Zweite Schwierigkeit des Tests in diesem Jahr waren die erhöhten Sicherheitsauflagen nach dem Tod eines Testfahrers im letzten Jahr.
Dennoch war die Aktion in Papenburg nahe der niederländischen Grenze wieder eine gelungene und runde Sache. Was den Sprint aus dem Stand von Null auf Dreihundert Kilometer pro Stunde angeht, gewann der McLaren MP4-12C mit seinem vierfach aufgeladenen 16-Zylinder, 1.200 PS starkem Allradantrieb und 1.500 Newtonmeter Drehmoment. In nur 2,7 Sekunden geht es von Null auf Hundert, in knapp 18 Sekunden aus dem Stand auf 300 km/h. Danach folgt der Bugatti Veyron 16.4 Super Sport, aufs letzte Siegertreppechen kommt der Porsche 911 GT 3 RS. Der macht auch das Rennen im Bremsen-Wettkampf: Mit Verzögerungswerten von durchschnittlich 12,89 Meter pro Quadratsekunde lässt der 500 PS starke Vierliter-Saugmotor seine Konkurrenten ganz elegant hinter sich. Oder eher vor sich, denn schon nach 270 Metern bleibt das Kultgefährt nach einer Vollbremsung von Tempo 300 stehen.
Stark verbessert hat sich das neue Jaguar Sportmodell auf Basis des XKRs. Das V8-Kompressor-Coupé braucht zwar 43.4 Sekunden für den Sprint und damit mehr als doppelt so viel wie das schnellste getestete Modell, hat aber auch ein Automatik-Getriebe an Bord und erzielt für sein Gewicht von knapp 2 Tonnen hervorragende Bremswerte von gerade mal 7,8 Sekunden, um von Tempo 300 auf Null abzubremsen. Der rund 500 Kilogramm leichtere Porsche ist hingegen etwa nur wenige Sekundenbruchteile schneller.





