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Archive for the ‘Mein Tuning’ Category

Die persönliche Note

Mittwoch, Dezember 14th, 2011
Sportwagen © Michael Rosskothen - Fotolia.com

Sportwagen © Michael Rosskothen - Fotolia.com

Für mich ist es mit einem Auto wie für die Frau mit den Klamotten. Schließlich ist auch sie unzufrieden, wenn jemand das gleiche Oberteil wie sie trägt. Bei Autos lässt sich das leider nicht verhindern, weil die meisten schließlich serienmäßig ausgestattet sind und nach außen hin so ziemlich gleich aussehen. Wer ein individuelles Auto haben will, der muss heutzutage schon sehr tief in die Tasche greifen.

So ist es auch bei Ferrari. Aber nicht weil es so teuer ist umzurüsten, sondern weil Ferrari nun einmal eine sehr exklusive Marke für Sportwagen ist. Ich bin allerding begeistert vom neuen Konzept der Italiener, ein so genanntes Individualisierungsprogramm aus der Tasche zu zaubern, bei dem jeder sein Auto nach seinen Vorlieben gestalten kann. Das war schon damals ein Begriff, denn wer in den 50er und 60er den einen Ferrari haben wollte, durfte ihn so gestalten wie er ihn wollte – egal ob Farbe, Form und Material. Alles war möglich. Heutzutage ist das ein Traum für jeden Autoliebhaber, wenn man wenigstens im Ansatz ein Auto mitgestalten kann.

Tailor-Made” nennt Ferrari nun sein neues Programm. Es ist dann wie bei einer Frau in einer exklusiven Boutique. Ein Personal Designer hilft bei der Auswahl der richtigen Kombination, so dass es am Ende nicht zu schrillig und quer aussieht. Ich finde die Idee jedenfalls genial. Wo bitte außer im Spielzeugladen kann man sein Auto nach seinen Wünschen ausstatten. Und nicht einmal bei den Spielzeugautos ist das möglich. Bin eigentlich gespannt darauf, ob nun auch Frauen auf Autos abgehen.

US-Tuning mit dem Porsche GT2

Dienstag, September 6th, 2011

Wenn sich die Jungs von Switzer einen Porsche 911 GT2 vornehmen, kann das nur lustig werden! Wer jetzt nur Bahnhof versteht: Beim Porsche 911 GT2 handelt es sich um die legendäre Sportversion des Porsche 911 Turbo, genauso wie der 911 GT3 die Sportversion des Klassikers, dem 911 Carrera, ist. Im Gegensatz zum Turbo hat der GT2 einen Heckantrieb und keinen Allrad-Antrieb, dafür aber auch mehr Leistung und Drehmoment. So fährt er sich erheblich dynamischer und sportlicher. Bei Switzer Performance handelt es sich um einen Hersteller für hochqualitative Tuning-Teile mit Sitz in Amerika. Besonders haben sie sich auf die Marken Nissan und Porsche spezialisiert.

Nun haben die Tuning-Profis am Porsche GT2 herum gebastelt, der ja ohnehin schon zu einem der leistungsstärksten Sportwagen überhaupt gehört. Unter der Motorhaube rappelt jetzt einiges im Karton: Der 3,6 Liter Bi-Turbo-Boxer bekam eine Rundumerneuerung. Stärkere Turboloader, monströse Ladeluftkühler, die auf den beeindruckenden Namen „Monster Intercoolers“ hören, größere Einspitzdüsen – also alles, was die Leistung auf Hochtouren bringt. Um mit dieser geballten Kraft klarzukommen, wurde auch der Auspuff ausgetauscht. Nun ziert den Porsche eine Sportauspuffanlage mit 200-Zellen-Sportkats. Chiptuning haben die Amerikaner auch drauf, denn zu guter Letzt bekam auch die Motor-Elektronik eine Generalüberholung.

Das Ergebnis glaubt man kaum, ist aber wahr: Wahnsinnige 920 PS würde man nun wirklich nicht unter der unschuldigen Heckklappe des GT2 erwarten. Insgesamt verhalf ihr fachmännisches Tuning dem Porsche um 390 zusätzliche Pferdestärken. Genaue Werte zur Höchstgeschwindigkeit sind leider noch nicht veröffentlicht, aber mir sind Gerüchte zu Ohren gekommen, dass das Höllen-Gefährt den Sprint von Null auf Hundert in unter drei Sekunden schaffen soll. Ist ja schon fast wie beim Start eines Raumschiffs!

Ziel von Switzer war es, das jüngst erschiene Porsche Modell mit 620 PS zu schlagen. Das ist ihnen mit links gelungen. Kurioser Weise kostet ihr gepimptes Modell im Handel gerade mal 200.000 US-Dollar und ist damit noch um knapp 50.000 Dollar preiswerter als der neue offizielle Porsche-Flitzer. Selbst die Premium-Variante mit Carbon-Mantel ist noch 6.000 Dollar günstiger. Ich weiß jedenfalls, wovon ich heut Nacht träumen werde: Geballten 920 PS!

Neuer CD-Tuner

Freitag, August 26th, 2011

Heute habe ich mir endlich mal wieder etwas Besonderes für mein Schätzchen, den getunten Golf, besorgt. Und zwar einen neuen CD Tuner aus dem Hause Pioneer, genauer gesagt den DEH-9300SD. Wer jetzt sagt, Tuner ist gleich Tuner, der hat wirklich keine Ahnung. Beim ersten Probehören bin ich fast vom Fahrersitz gefallen. So kristallklare Höhen und definierte Bässe habe ich bislang noch nie gehört!

Das Design ist zeitlos und elegant. Wichtig war mir, dass ich auch einen USB-Stick anschließen kann. Ich meine, wer kauft sich denn noch heute CDs? Ich erinnere mich zwar noch an die Tage, wo CD-Wechsler im Kofferraum der letzte Schrei waren, aber dank der digitalen Revolution findet ja heutzutage mehr Musik auf einem winzigen Stick als im ganzen Kofferraum Platz. An meinen Tuner kann ich neben USB-Geräten auch SD-Karten anschließen, dass sind die Karten, die in Digitalkameras drin sind. Auch iPods von Apple lassen sich problemlos anschließen und laden sich dabei auch noch automatisch auf. Und CDs passen auch noch rein. Ein echter Allround-Könner. Anzuschließen war auch alles ganz leicht.

Es gibt einen 5-Band Graphic Equalizer. Da habe ich erstmal ein bisschen die Bässe rausgedreht, denn – ob ihr es glaubt oder nicht – die wummerten mir doch eine Spur zu krass. Der Verstärker ist ein MOSFET Verstärker, der den berühmten warmen Klang der Röhrenverstärker nachahmt. Diese kosten ja ein Heidengeld und sind ziemlich störungsanfällig. Wenn man den Testberichten glauben darf, kommt der MOSFET aber locker an den Klang eines solchen Röhrenverstärkers heran! Besonderes Gimmick ist eine ASR-Technologie. Das steht für „Advanced Sound Retriever“ und ist ein System, dass die Wiedergabe von komprimierten Audiodateien wie mp3s klanglich aufwertet. Es gibt ja echt viele Leute, die behaupten, den Unterschied zwischen einer mp3 oder einem unkomprimierten Stück Musik zu hören. Ich halte so was für Übertreibung, da braucht es sicherlich ein goldenes Gehör für.

Schweller, Auspuff, Alufelgen

Freitag, August 12th, 2011

Heute will ich euch einen Überblick über die beliebtesten Tuning-Teile geben. Natürlich ist das Tuning des eigenen Gefährts eine höchst persönliche Sache. Und genauso viele unterschiedliche Menschen es auf diesem Erdball gibt, so unterschiedliche Präferenzen gibt es beim Tuning. Dem einen geht es darum, das Maximum an Leistung aus seinem Wagen zu kitzeln. Ein anderer will sich sein Gefährt bloß so gemütlich wie möglich gestalten. Wieder jemand hat das Ziel, dass die gesamte Straße seine CDs mithören muss. Und zu guter Letzt gibt es auch noch die Sicherheits-Fanatiker, denen sechs serienmäßig verbaute Airbags nicht reichen.

Am häufigsten wird wohl ein Schweller eingebaut. Das ist der Bereich der Karosserie unterhalb des Türeinstiegs, also zwischen den Radkästen vorn und hinten. Dieser dient unter anderem dazu, den möglichen Aufprall bei einem seitlichen Auffahrunfall abzubremsen. Außerdem bringen Schweller dem getunten Wagen einen sportlichen Look und leichte Verbesserungen bei der Aerodynamik.

Auch der Sportauspuff ist ein allseits beliebtes Tuning-Teil. Dieser dient der Leistungssteigerung, denn in herkömmlichen Auspuffen sammeln sich meist Abgase im Rohr. Diese verschlechtern das Anzugverhältnis des Wagens und damit seine Motorkraft. Vor allem bei getunten Motoren bedarf es unbedingt einem Sportauspuff. Neben der technischen Seite schaffen sich viele Leute auch wegen dem sportlichen und kräftigen Aussehen einen solchen Auspuff an.

Nächstes Gimmick sind Alufelgen, die es wohl in allen nur erdenklichen Farben, Formen und Variationen gibt. Ein besonderer Hingucker sind dabei die verchromten Felgen. Verchromt bedeutet, dass ein glänzender Überzug über die Felgen gemacht wird. Bei professionellen Verfahren wie der Galvanisierung ist aber schon mit Kosten von 1.200 Euro pro Felge zu rechnen. Nach fünf Jahren sind die meisten Felgen über dem Berg. Es sollte also genau geprüft werden, ob ihnen fünf Jahre Glitzer so ein hoher Preis wert ist.

Tuning World

Donnerstag, August 11th, 2011

Ich bin gerade wieder zurück von meinem Abstecher zum Bodensee. Nein, ich habe dort keinen Urlaub gemacht, sondern mich weitergebildet. Und zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich den berühmten Bodensee nur von meinem Autofenster aus gesehen habe. Aber es gab Wichtigeres für mich, denn vom 5. bis 8. Mai fand hier die „Tuning World“ statt, das internationale Messe-Event für Auto-Tuning und Club-Lifestyle. Rund 235 Aussteller präsentierten in insgesamt 12 Messehalten knapp 1.000 Sportwagen und 200 Familienwagen. Jetzt möchte ich euch meine Highlights der Messe vorstellen.

Die Firma Audio Design präsentierte leistungsstarke Verstärker. Deren Klang hat mich echt umgehauen, wenn ich das nötige Kleingeld zusammen habe, hole ich mir vielleicht so einen CD-Tuner. Mendel Print Design machte den Rekordversuch, in gerade mal fünf Stunden einen Chrysler C300 Touring komplett zu bekleben. Mit Erfolg – nach gut vier Stunden erstrahlte das gesamte Fahrzeug in einem ansehnlichen Perlmutt-Weiß. Eine lustige Aktion!

AEZ stellte eine neue Leichtmetallfelge namens „Valencia“ vor, deren Werte echt bewundernswert sind. Auch AZEV zeigte ihren aktualisierten Leichtmetallrad-Katalog. Toll an dieser Firma ist, dass sie auch direkt individuell zugeschnittene Räder anbieten.

Rieger war mit einem neuen Bodykit für den VW Golf 6 dabei. Dieses Kit besteht aus einer sportlichen Spoiler-Stoßstange, Seitenschwellern und einem Heckschürzenansatz. Wer sich nicht wie ich alles selbst zusammensuchen möchte, findet hier ein gutes Starter-Paket, um seinen Golf zumindest optisch aufzubessern. Mattig Exclusive hatte sich den Ford Focus vorgenommen und unter anderem mit Carbon-Teilen und einem Doppeldiffusor nachgeholfen. Lumma Tuning ging dem Porsche an die Wäsche. Ihr CLR 558 GT präsentiert sich mit schnittiger Karosserie und einem auf 276 PS getunten Dieselmotor.

Für beste Abendunterhaltung war auch gesorgt, vor allem der Miss Tuning Award hat echt Spaß gemacht. Wenn doch mal so hübsche und vor allem Tuning-begeisterte Ladys im „Runden Reifen“ auftauchen würden…

Der Golf – perfekter Tuningacker

Mittwoch, August 10th, 2011

Heute erzähle ich euch mal in aller Ruhe von meinem Schätzchen. Wie ich schon meinte, der VW Golf eignet sich hervorragend als Vorlage für den persönlichen Traum. Und darunter verstehe ich nicht diese gepimpten Assi-Schlitten, die total prollig daherkommen und eigentlich nur Billigteile verwendet haben. Ich meine, wenn ich meiner Freundin eine Freude machen will, kaufe ich ihr ja auch nicht bei Kik einen Billigschal oder ein Top mit irgend einem komischen Glitzer-Motiv drauf, sondern etwas richtig Edles und möglichst Rares. Genauso halte ich das mit meinem Schätzchen, also meinem Gefährt. Eine Freundin habe ich nämlich nicht, dafür hätte ich aber auch gar keine Zeit.

Mein Golf kommt statt den normalen 160 PS auf ganze 360 Pferdestärken. Damit komme ich auf gut 250 km/h Spitze. Denn unter der Motorhaube steckt ein 2,8 Liter – VR6 Motor mitsamt Garrett-Turbo. Dazu kommen Metall-Zylinderkopfdichtungen, blaue Einspritzdüsen von Bosch, eine zusätzliche Benzinpumpe, ein Passat-VR6-Wasserkühler, Spal-Ventilator, WBX-Theroschalter aus einem VW und ein 16-reihiger Ölkühler. Die Abgasanlage ist aus Edelstahl, es gibt einen Metall-Katalysator und ein 89er-Endrohr. Nicht schlecht, was? Oder versteht ihr nur Bahnhof? Nun, vielleicht finde ich ja später die Zeit, all die Teile im Detail zu erläutern. Die Heckscheibe und die hinteren Seitenscheiben sind schwarz verspiegelt. Wischer, Embleme und die Schlossleiste mussten zwecks optischen Gründen weg. Dann habe ich etliche Rinnen und Fugen geglättet und sportliche Seitenstreifen angebracht, mit meinen Initialen an der Fahrertür. Im Cockpit finden sich belederte Golf III-Sitze aus dem Sondermodell „Color Concept“. Die Türgriffe sind von einem Audi 80 und der Tankdeckel vom Audi TT. Mein Heck orientiert sich am US-Look, also eine typische Heckklappe und schwarz-rote Rückleuchten. Die Räder sind original dreiteilige 17 Zoll Porsche-Räder, natürlich mit den dazugehörigen Felgen. Die Achsen sind ebenfalls vom VR6, als Bremsanlage verwende ich die vom Audi-S3 mit gelochten Zimmermann-Bremsscheiben. Lackiert ist mein Schätzchen in einer BMW-Individual-Lackierung namens Stratograu Metallic mit Diamant-Klarlack.

Tja, sind noch Fragen offen? Und nein, es handelt sich nicht um 911er Porsche, sondern wirklich um einen getunten 2-er Golf!

Tieferlegen leicht gemacht

Samstag, August 6th, 2011

Es gibt meiner Erfahrung nach viele Leute, die zwar auf der einen Seite gerne etwas an ihrem Wagen nachbessern würden, sich auf der anderen Seite aber davor scheuen. Dafür kann es viele Gründe geben. Viele befürchten hohe Kosten, andere trauen sich den Umbau nicht selbst zu und es fehlt ihnen an handwerklicher Erfahrung. Wieder andere scheuen sich vor dem Gang zum TÜV oder sind überhaupt zu faul, sich einen guten Tuning-Plan zu machen. Deswegen möchte ich heute mit euch einmal rein theoretischer die Tieferlegung eines Wagens durchspielen.

Darunter versteht man ja das Absenken der gesamten Fahrzeugkarosserie, damit sich der Wagen dann schnittiger in die Kurven legt und sich allgemein sportlicher fahren lässt. Insgesamt gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, einen PKW tiefer zu legen.

Die erste ist der Austausch der Federn im Stoßdämpfer. Dafür gibt es direkt spezielle Tieferlegungs-Federn, die den Wagen um 20 bis 40 Millimeter absenken. Der Kostenpunkt liegt zwischen 75 und 200 Euro. Nachteil ist, dass die meisten Stoßdämpfer nicht komplett mit den Tuning-Federn kompatibel sind. So leidet der Fahrkomfort und auf schlechten Straßen wird man ordentlich durchgerüttelt.

Die nächste Möglichkeit ist nicht nur die Federn, sondern auch die Stoßdämpfer auszutauschen und damit das komplette Fahrwerk tieferzulegen. Die neuen Stoßdämpfer sind dann optimal auf die Tuning-Federn eingestellt und der oben angesprochene Verlust des Fahrkomforts kann so verhindert werden. Die Kosten liegen bei 300 bis 500 Euro, dafür kann der Wagen aber auch bis zu 60 Millimeter tiefergelegt werden. Expertentipp: An der Hinterachse besser Stoßdämpfer mit Nutenverstellung wählen, auch wenn diese etwas teurer als herkömmliche Stoßdämpfer sind. So kann sichergestellt werden, dass der Wagen vorne und hinten gleich tief liegt.

Die letzte Möglichkeit ist der Einbau eines Gewindefahrwerks. Hier lässt sich die Höhe des Wagens nach Belieben einstellen. Der Preis liegt zwischen 500 und 1.000 Euro. Außerdem muss meist vor dem Einbau der Kotflügel verlängert werden und danach die Spur nur eingestellt werden, wobei abermals Kosten von bis zu 250 Euro fällig sind.